Montag, 07. August 2017

Datenfalle Smartphone – oder was Apps über mich wissen wollen

Viele Nutzer gewähren ihren elektronischen Helferlein auf dem Smartphone oft nahezu unbegrenzten Zugriff auf die eigenen Daten. Das macht die Nutzung einfach und bequem, doch dieser Weg ist meist nicht der sicherste und kann unter Umständen sehr riskant sein.


Vor allem dann wenn die großen Hersteller selbst recht lax mit der Einstellung von Berechtigungen umgehen. Schnell blättert da eine App quer durch den privaten Bildervorrat und checkt dabei neben den Screenshots für die kommenden Urlaubsziele auch die privaten Schnappschüsse aus dem Familienalbum. Im harmlosesten Fall erhält der User dann Werbung für den günstigsten Flug zum für Ihn interessanten Reiseziel – im schlechtesten Fall erlaubt man der digitalen Anwendung vielleicht sogar noch die Nutzung der Bilder und findet sich dann später mit dem Familienfoto oder dem privaten Schnappschuss mit Cocktail am Strand irgendwo im Netz wieder.

Ein Fehler, der sich oft leicht und schnell korrigieren lässt. Egal ob mit Apples iOS oder dem Android System. In der Regel lassen sich die in Frage kommenden Menüpunkte schnell und problemlos anpassen. Hier lässt sich in den Einstellungen mit ein wenig Zeit und etwas Aufwand alle notwendigen bzw. für Sie wichtigen Elemente anpassen. Anbei möchten wir Ihnen einige Tipps für den gefahrlosen Umgang mit dem Smartphone und den Apps an die Hand geben:


Schauen Sie sich die App vor der Installation genau an:

Immer wieder nutzen Kriminelle den AppStore oder auch Androids PlayStore um nett verpackte Malware zu vertreiben. Prüfen Sie vor der Installation unbedingt die Authentizität des Herstellers und checken Sie Beschreibung wie auch Rezensionen für die App. Beinhaltet die Beschreibung beispielsweise auffällig viele Schreibfehler oder ungewöhnliche Grammatik ist das bereits ein Grund die Finger davon zu lassen. 


Prüfen Sie die Berechtigungen der Apps:

Ja, das macht Arbeit und mag vielleicht ein paar Minuten dauern – ist jedoch essenziell wichtig. Mit ein wenig scrollen findet man in den Einstellungen schnell die Berechtigungen die es zu prüfen gilt. Oft ist es nur ein kleiner Haken, der die App am übertragen Ihres Standortes oder dem Zugriff auf die Bilder hindert.

Vollständiger Zugriff auf das Internet

Ein durchaus heikler Punkt – Vorsicht ist geboten: Viele Apps brauchen den Zugriff auf das Internet weil Sie eben nur online funktionieren. Andere nicht. Bei manchen Apps dient die Einstellung nur dazu, dass dem User entsprechende Werbung eingeblendet wird. Eine unseriöse Quelle kann hier bereits großen Schaden anrichten da die App bereits Zugriff auf alles Mögliche auf dem Smartphone hat. Prüfen Sie deshalb genau ob der Zugriff aufs Internet unbedingt notwendig ist. 

Genauer Standort (GPS)

Ohne Frage – bei Kartendiensten wie z.B. Google Maps ein wichtiges Feature. Bei anderen Apps könnte man sich durchaus die Frage stellen, ob der Entwickler bzw. die Firma dahinter dauerhaft den Standort von Ihnen kennen sollte. Zumal dies ja auch ordentlich Akku kostet.

Abschließend bleibt zu sagen – weniger ist oft definitiv mehr. Gerade wenn Ihnen die App nicht gänzlich vertrauenswürdig erscheint, sollte diese so wenige Rechte wie möglich haben. Es gilt immer ganz genau hinzuschauen. Was kann die App, welchen Nutzen bringt Sie mir, was hat der Hersteller davon? Letztlich wird jede App, natürlich auch die kostenlosen irgendwie finanziert. Meist mit Werbung die Ihnen vielleicht passend zum Standort eingeblendet wird oder vielleicht auch mit Ihren Daten, welche sich das Smartphone mit der Zeit von Ihnen sammelt.


(mbe) - Bildrechte: fotolia.de - #139099488 - Urheber: photo 500

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