Donnerstag, 28. Juni 2018

SpamMails mit wenig Substanz – Kriminelle wollen WannaCry Angst ausnutzen

Einigen Nutzen dürfte das WannaCry Virus als Betroffene noch immer als schlechte Erinnerung im Hinterkopf herumgeistern. Vor knapp einem Jahr haben auch wir vor dieser Ransomware gewarnt, die weltweit großen Schaden angerichtet hat und viele Nutzer – privat wie auch betrieblich in den Wahnsinn trieb.


Blicken wir kurz zurück – Mai 2017. Die Ransomware WannaCry verbreitet sich weltweit nahezu ungehemmt und mit rasender Geschwindigkeit. Der Kryptotrojaner infizierte dabei Hunderttausende Rechner mit dem Ziel den Nutzer zu erpressen, damit die Daten wieder frei gegeben wurden. Clever hatte man hier eine Sicherheitslücke für die eigenen Zwecke genutzt. Inzwischen weiß man, dass die Verursacher mit der weltweiten Attacke nur Chaos und Verwirrung stiften wollten und das Erpressen von Bitcoins hauptsächlich als Tarnung diente. 

Inzwischen scheinen Kriminelle aber wieder auf den WannaCry Virus aufzuspringen. Aus Großbritannien wird ein starkes Aufkommen an Phishing Mails gemeldet die behaupten, dass der Rechner des Empfängers mit eben diesem Verschlüsselungstrojaner infiziert sei. Davor warnt auch die City of London Police, die in den vergangenen Tagen mit einer großen Zahl an Anfragen konfrontiert wurde. In der fraglichen Mail, mit dem Titel „Attantion WannaCry!!!“ (zum Teil in unterschiedlichen Abwandlungen bei der Schreibweise) versehen, teilen die Verfasser – die unter dem Namen „WannaCry-Hack-team“ auftreten mit, dass der PC mit dem Virus infiziert sei. Zahlt man nicht 0,1 Bitcoin (Wert umgerechnet ca. 650 $) auf ein bestimmtes Bitcoin-Konto, werde der Rechner verschlüsselt und die Daten damit verloren. Auch aus Deutschland werden inzwischen die ersten Mails dieser Art gemeldet.

Besonders auffällig – die Mail ist in fehlerhaftem Englisch formuliert und wird von unterschiedlichsten Adressen aus in Umlauf gebracht. Nutzer, die diese Mail erhalten, ignorieren besagtes Schriftstück am besten. Die Bedrohung ist nicht real, denn bislang scheinen die Verursacher keinerlei Handhabe zu besitzen die Systeme der Mail-Empfänger tatsächlich zu verschlüsseln. Offensichtlich wird an dieser Stelle versucht, gezielt Panik und Verunsicherung zu schüren um den einen oder anderen Empfänger doch zur Zahlung zu bewegen um damit leichtes und schnelles Geld zu verdienen.

Zahlen Sie auf keinen Fall und löschen Sie die Mail am besten direkt (sofern Sie eine erhalten haben). Grundlegende Tipps und Maßnahmen zu solchen Spam-Mails haben wir Ihnen bereits in einigen vorherigen Berichten zusammengestellt. Diese finden Sie hier und hier.

Sollten Sie weitere Fragen zum Thema IT-Sicherheit haben, sind Sie sich unsicher ob wirklich eine Kontaminierung vorliegt oder haben Sie tatsächlich ein akutes Problem. Sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne. Ich stehe Ihnen jederzeit gerne unter +49 (07141) 48874-49 oder via Mail beez@aces-online.de zur Verfügung. 

Freundliche Grüße

Michael Beez
Marketing & Sales Manager



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